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Bockshornklee als Samen und Pulver kein Extrakt gemahlen

Bockshornklee – Ein wahres Nährstoff-Kraftpaket

Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) ist eine sehr alte Kulturpflanze und kommt aus weiten Teilen der Erde. Die einjährige Krautpflanze ist in Nord- sowie Südafrika, Indien, China, Frankreich, Ägypten, Marokko und in den östlichen Mittelmeergebieten zuhause und wird bis zu einem halben Meter groß. Das Kraut besitzt behaarte Blätter und die dreieckige Form der Schmetterlingsblüten verleihen ihr ihren Gattungsnamen Trigonella. Bockshornklee wird bei uns heutzutage kaum noch kultiviert, ist aber verwildert anzutreffen. Sie ist sehr anspruchslos und wächst auf trockenen, salzhaltigen Böden. Aufgrund seines hohen Vitamin und Mineralstoffgehalts wurde er in Griechenland früher hauptsächlich als Viehfutter verwendet.

Die Pflanze gehört zur Familie der Hülsenfrüchte. Die Hülsenfrüchte enthalten die ockerfarbigen und rautenförmigen Samen und werden zwischen 15 und 20 cm lang. Bockshornkleesamen besitzen von Natur aus einen sehr intensiven Geruch und sind sehr aromatisch. Legt man sie in Wasser ein, so quellen sie schnell auf, denn sie enthalten einen hohen Anteil an Schleimstoffen. Auch Bitterstoffe sind in den Samen enthalten, was sich auch im Geschmack bemerkbar macht. Als Heilkraut wird die gesamte Pflanze von der Wurzel über die Stängel, Blättern bis hin zu den Samen verwendet.

Wissenswertes

Volksname: Griechisch-Heu, Stundenkraut, Hornklee, Siebenzeiten, Faule Grete
Botanischer Name: Trigonella foenum-graecum
Familie: Leguminosae (Schmetterlingsblütler)
Pflanzentyp: Einjährige Pflanze mit langer Wurzel
Standort: Sonnig bis halbschattig auf allen Böden
Größe: 35 – 60cm hoch

Die Samen bestehen zu 30% aus Schleimstoffen und weisen auf 100 g 323 kcal / 1353 kJ Energie auf und enthalten:
6,4g Fett
58,4 g Kohlenhydrate 23,0 g Eiweiß
24,6 g Ballaststoffe

Wie werden Bockshornkleesamen verwendet?

Die Samen können gemahlen oder auch als Ganzes verwendet werden. Die Samen sind besonders proteinreich und haben viele unterschiedliche Verwendungszwecke. Als Schrot oder in Pulverform finden sie Anwendung als Gewürz, beispielsweise in Currymischungen, Chutmeys, Fisch- und Fleischgerichten, Broten, Eintöpfen, im Käse und können auch zu Öl verarbeitet werden. Als Gewürz sollte der Bockshornklee aber immer sparsam verwendet werden, da es schnell zu einer Überwürzung kommen kann.

Grundrezept für Bockshornkleesamen-Tee

Auch Tee kann aus den ganzen Samen zubereitet werden. Dafür nimmt man zwei gehäufte Teelöffel Bockshornkleesamen und übergießt diese mit einem Viertelliter kaltem Wasser und lässt die Samen circa 3 Stunden im Wasser einweichen. Danach wird das Wasser zum Sieden gebracht und kann anschließend lauwarm verzehrt werden. Gesüßt werden darf wie immer nach Bedarf. Wir empfehlen Honig, Agavendicksaft oder Birkenrindenzucker.

Wie werden Bockshornkleeblätter verwendet?

Die grünen Bockshornkleeblätter werden in der indischen Küche als Gemüse verwendet. Sie besitzen einen kräftigen Geschmack und erinnern an Sellerie. Die Blätter können ebenfalls, genau wie die Samen, für die Zubereitung von Tee verwendet werden. Besonders schmackhaft sind die Bockshornklee-Keimlinge, die es fertig zu kaufen gibt oder auch in Keimtöpfen zuhause selbst gezogen werden können.

Wie werden Bockshornkleesamen gelagert?

Möchte man Bockshornkleesamen lagern, so empfiehlt es sich dies im Ganzen und nicht zermahlen zu tun, da sie ansonsten schneller an Geschmack verlieren. Es gelten dieselben Regel wie für fast alle Gewürze: Am besten fest verschlossen in einer Dose kühl und dunkel aufbewahren.

Bockshornklee als Nahrungsergänzungsmittel

Den Bockshornkleesamen werden viele verschiedene Wirkungen nachgesagt und können dem Körper auch in Form von Kapseln zugeführt werden. Man sollte beim Kauf aber unbedingt darauf achten Kapseln zu kaufen, die aus reinem Bockshornkleesamenpulver bestehen und nicht aus Extrakten. Diese Extrakte sind industriell verarbeitet und in der Regel mit Lösungsmitteln wie Ethanol oder anderen Chemikalien erzeugt. Außerdem weisen die Bockshornkleesamenkapseln einen hohen Zermahlungsfaktor auf (vergleichbar mit einem Hochleistungsmixer), der die Samen in seine Bestandteile aufspaltet. Die Kapsel schützt die Inhaltsstoffe vor der Oxidation.

Rezept-Tipp: Bockshornkleesamen-Linsen-Eintopf

Bockshornkleesamen können in der Küche vielseitig eingesetzt und kombiniert werden. Wir empfehlen euch den Linsen-Bockshornkleesamen-Eintopf auszuprobieren. Für 2 Personen benötigt ihr:

  • 200g rote Linsen (bio)
  • 1 TL Bockshornkleesamen
  • 250 ml Kokosmilch
  • 1 Möhre
  • 1 große Kartoffel
  • Frische Gewürze: Koriander, Ingwer, Minze und Chili
  • Kreuzkümmel
  • Zitrone
  • Öl
  • Salz, Pfeffer

Die Möhre und die Kartoffel waschen, schälen und fein würfeln. Den Ingwer und die Chilie möglichst fein schneiden und zusammen mit dem Kreuzkümmel und den Bockshornkleesamen in der Pfanne in etwas Öl anbraten. Anschließend mit Kokosmilch ablöschen und die Linsen mit hinzugeben. Beim Köcheln nach Bedarf Wasser hinzufügen. Ist das Gemüse fertig gegart, kann das Gericht je nach Belieben mit einigen Spritzern Zitrone, dem frischem Koriander, der frischen Minze, Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren.

Euer Vellvie Team

Quellen / Interessante Artikel

Bildquelle: fotolia.de@emuck

Hinweis: Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder die Aktualität des Inhaltes. Dies ist keine ärztliche Beratung und ersetzt auch keine solche.