ALLES NEU, ALLES GRÜN & ALLES PLASTIKFREI Ausblenden

Clean Eating 10 Tipps und Tricks für den Alltag

Clean Eating – 10 sinnvolle Tipps für den Alltag

Den Begriff “Clean Eating“ kennen wir wohl alle. Doch was steckt eigentlich hinter dem heutzutage gängigem Modewort? Clean Eating ist nicht, wie häufig angenommen, eine Diätform oder “nur“ ein aktueller Ernährungstrend. Es bezeichnet eine Ernährungsform, die mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung einhergeht. Und: Diese Art der Ernährung tut uns unglaublich gut, denn im Großen und Ganzen geht es einfach nur darum Lebensmittel zu verspeisen, die möglichst natürlich und industriell nicht verarbeitet sind. Das Wort “clean“ weißt uns schon darauf hin, dass unsere Nahrungsmitteln frei von jeglichen Zusatzstoffen, Emulgatoren, E-Nummern und Geschmacksverstärkern sein sollen. Damit scheiden industriell verarbeitete Massenprodukte schon einmal kategorisch aus. Werden Nahrungsmittel modifiziert, so werden viele wichtige Nährstoffe zerstört und ungesunde Zusatzstoffe hinzugefügt, damit das Nahrungsmittel länger haltbar ist. Im Umkehrschluss ist es also nur logisch, dass Lebensmittel im Urzustand, die nur aus sich selbst bestehen und nicht zusätzlich bearbeitet oder behandelt wurden, ein Maximum an Nährstoffen enthalten und für den Körper am gesündesten sind. „Uff… Keine industriell bearbeiteten Lebensmittel?“, denken sich jetzt bestimmt viele. Mit der richtigen Motivation und ein paar Tipps für den Alltag „Gar kein Problem!“, sagen wir.

Clean Eating – Ein altes Konzept

Clean Eating gibt es nicht erst seit gestern. Zusammen mit der Bio-Bewegung begannen viele Leute sich darüber Gedanken zu machen wie qualitativ hochwertig und nährstoffreich ihre Nahrungsmittel nach einer industriellen Weiterverarbeitung eigentlich sind und ob man nicht auch auf künstliche Zusatzstoffe im Essen verzichten könnte. Damals, im deutschsprachigen Raum noch unter der Beschreibung “Gesunde vollwertige Ernährung“ bekannt, erfuhr diese Ernährungsform eine ganz neue Motivation: Menschen backten ihr Brot wieder selber, man verzichtete auf Zucker, verwendete stattdessen alternative Süßungsmittel und setzte sich wieder intensiver damit auseinander, was man dem Körper eigentlich zuführt.

Die Grundprinzipien des Clean Eating

Vermeide verarbeitete und raffinierte Produkte:

Schaue dir die Etiketten deiner Lebensmittel genau an. Verzichte auf Geschmacksverstärker, Aromen, Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Süßungsmittel, Stabilisierungsmittel, Emulgatoren, etc. Iss am besten nichts, was deine Urgroßeltern nicht auch schon gegessen haben.

Verwende nur vollwertige Lebensmittel:

Ersetze Weißmehlprodukte durch Vollkornprodukte, esse viel Gemüse und Obst (mehr Gemüse als Obst!), Nüsse, Samen etc. und probiere doch auch mal dir noch unbekannte Lebensmittel wie Quinoa oder Buchweizen.

Kohlenhydrate, Proteine und Fette sollten in jeder Mahlzeit kombiniert werden:

Deine Mahlzeiten sollten gut ausbalanciert sein und stets komplexe Kohlenhydrate, hochwertige Eiweiße und kaltgepresste Öle enthalten.

Verwende gesunde Fette:

Die Qualität deiner Fetten ist von sehr hoher Bedeutung. Vermeide gesättigte, tierisch oder gehärtete Fette und verwende stattdessen kaltgepresste, pflanzliche Öle (Olivenöl, Kokosöl, Leinöl, Avocados, etc.)

Vermeide Zucker und reduziere deinen Salzkonsum:

Versuche auf Zucker zu verzichten. Es gibt eine Vielzahl an alternativen Süßungsmitteln. Salz solltest du sehr sparsam verwenden und es sollte natürlich sein.

Esse 5-6 Mahlzeiten am Tag:

Neben den 3 Hauptmahlzeiten solltest du 2-3 Snacks mit einplanen um Heißhungerattacken vorzubeugen.

Gewöhne deinen Körper an kleine Portionen:

Verspeise dein Essen langsam. So gibst du deinem Sättigungsgefühl Zeit sich zu melden, bevor du es schon längst überschritten hast. Höre auf zu essen, wenn du ein angenehmes Sättigungsgefühl verspürst. Vorteil von kleinen Portionen ist, dass dein Verdauungstrakt weniger stark belastet wird und dein Körper weniger Energie für deine Verdauung aufwenden muss. So bleibt auch das gefürchtete Müdigkeitstief aus.

Koche selbst:

Verzichte auf Fertigprodukte aus dem Supermarkt und koch stattdessen selbst. Das steigert nicht nur deine Wertschätzung gegenüber deinen Lebensmitteln, es ist auch ein wunderbares Hobby, das dich entspannt und bereichert. Außerdem weißt du so ganz genau, was in deinen Mahlzeiten enthalten ist.

Trinke ausreichend Wasser:

Du solltest pro Tag 2-3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee trinken um deinen Stoffwechsel optimal zu unterstützen.

Nimm dir Zeit:

Stress haben wir in unserem alltäglichen Lebens schon genug. Nimm dir Zeit für die Zubereitung und den Verzehr deiner Mahlzeiten. Genieße sie in Ruhe und bewusst.

Welche Vorteile bietet das Clean Eating Konzept?

  • Verbessertes Körper- und Wohlbefinden / Verbesserte Vitalität
  • Verbesserung der Verdauung
  • Der natürliche Entgiftungsprozess im Körper wird angeregt
  • Steigerung der Wertschätzung gegenüber “guten“ Lebensmitteln
  • Verbessertes Hautbild
  • Clean Eating macht satt und es muss nicht verzichtet oder gehungert werden
  • Natürliche Gewichtsregulation

10 Tipps für das Clean Eating im Alltag

Von den Erfahrungen anderer zu profitieren ist immer sinnvoll, deswegen teilen wir unsere Tipps gern mit euch. Es folgen 10 Tipps, die euch das Clean Eating Konzept besser in euren Alltag integrieren lassen:

1. Einkaufen als bewusstes Erlebnis

Clean Eating beginnt bereits beim Einkauf. Kaufe erst gar keine industriell verarbeiteten Produkte, dann kommst du auch nicht in Versuchung, wenn du zuhause vor dem Kühlschrank stehst und der Heißhunger mal wieder anklopft. Versuche dich von Billigdiscountern, die ihr Gemüse kiloweiße verkaufen, zu lösen. Suche dir einen Bio-Laden, bei dem du deine Lebensmittel einzeln einkaufen kannst. Du wirst ein ganz anderes Verhältnis zu deinen Lebensmitteln bekommen und noch dazu viel weniger Lebensmittel wegwerfen, denn du kaufst nur, was du brauchst.

2. Überlege welches ursprüngliche Nahrungsmittel hinter dem industriell verarbeiteten Produkt steckt

Du hast Lust auf einen Vanille-Milchshake? Dann überlege zunächst, welche ursprünglichen Lebensmittel dazu gehören und mache ihn selber, anstatt auf das ungesunde Fertigprodukt aus dem Supermarkt zurückzugreifen.

3. Das richtige Süßungsmittel verwenden

Auf Zucker solltest du generell verzichten. Und das ist nicht mal schwer, denn es gibt zahlreiche gesunde Alternativen zum herkömmlichen Zucker: Honig, Apfeldicksaft, Stevia, Birkenrindenzucker, Agavendicksaft und Trockenfrüchte wie Datteln, sind nur eine kleine Auswahl und schmecken doch ehrlich gesagt sowieso viel besser.

4. Neues ausprobieren

Sei offen für neue Lebensmittel und probiere dich aus. Habe keine Angst davor Nahrungsmittel das erste Mal zu kaufen und zuzubereiten.

5. Lass dich inspirieren

Da Clean Eating aktuell voll im Trend liegt, gibt es wahnsinnig viele Inspirationsquellen. Nutze Instagram, Youtube, Internet-Foren, Kochseiten und Facebook-Gruppen um dir Inspiration für neue Rezepte und Tipps zu der Ernährungsform zu holen.

6. Das Auge isst mit

Das gilt nicht nur für das Clean Eating, sondern für alle Ernährungsformen. Trotzdem möchten wir es hier erwähnen, damit es nicht vergessen wird: Richte dein Essen schön an, spiele mit den wunderbaren Gemüsefarben, verwende frische Blüten oder dekoriere deine Gerichte mit frischen Kräutern, denn so schmeckt es mindestens gleich doppelt so gut.

7. Tausche dich mit Freunden und Bekannten aus

Hast du dich dazu entschlossen das Clean Eating Konzept in dein Leben zu integrieren, so schaue dich doch mal in deinem Freundeskreis nach Gleichgesinnten um. Du wirst mit Sicherheit nicht der/die Einzige sein, die/der sich mit dem Konzept auseinandersetzt. Hole dir Tipps und Inspiration für leckere Rezepte und tausche Erfahrungen aus.

8. Kokosöl statt pflanzliche Öle in die Pfanne

Zum Erhitzen eignen sich wenige pflanzliche Öle, denn sie oxidieren sehr schnell und enthalten ungesättigte Fettsäuren, die sich beim Anbraten gesundheitsschädlich auswirken können. Kokosöl eignet sich zum Anbraten am aller besten, denn es enthält nur gesättigte Fettsäuren.

9. Gesunde Snacks

Wie schon erwähnt stellt das Clean Eating Konzept keine Diät-Form dar. 2-3 Snacks solltest du im Laufe des Tages einplanen, damit du nicht von Heißhungerattacken überrascht wirst. Die Auswahl an Superfoods ist extrem groß und können super als Snack für zwischendurch verwendet werden.

10. Augen auf bei Cheaten

Auch wenn man das Clean Eating Konzept verfolgt, wird es immer wieder Momente und Situationen geben, in denen man eine Ausnahme macht. Kaufst du also industriell verarbeitete Produkte, dann gucke dir die Zutatenliste genau an und vergleiche verschiedene Produkte, denn auch bei industrieller verarbeiteten Nahrungsmitteln gibt es große Unterschiede. Die Zutaten sollten dir bekannt und so aussprechbar wie möglich sein.

Clean Eating – Gesund essen, besser fühlen

Wir hoffen euch mit diesem Artikel das Clean Eating Konzept etwas näher gebracht zu haben. Habt ihr euch dazu entschieden, eure Essgewohnheiten nach dem Clean Eating Konzept auszurichten, solltet ihr euch auf jeden Fall bei dem Umstieg Zeit lassen und euch nicht direkt überfordern. Ernährungsumstellungen funktionieren nicht von heute auf morgen und sollten, wenn man sie langfristig umsetzen möchte, mit Geduld und step by step durchgeführt werden. Erkundigt euch vorab über das Konzept, belest euch, sammelt Rezeptideen und Inspiration und vor allem: Sucht euch Gleichgesinnte zum Austausch.

Euer Vellvie Team

Quellen / Interessante Artikel

Bildquelle: fotolia.de@REDPIXEL

Hinweis: Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder die Aktualität des Inhaltes. Dies ist keine ärztliche Beratung und ersetzt auch keine solche.