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Leinsamen als Antikes Heilmittel mit großer Wirkung

Leinsamen Heilmittel der Antike: kleiner Samen, große Wirkung

Leinsamen (gemeiner Lein) sind die Samen der Flachs Pflanze. Leinsamen gibt es in verschiedenen Sorten und haben eine gelbe oder bräunliche Farbe. Er wächst in vielen Regionen und wird angebaut zur Öl- und Fasergewinnung. Sein Geschmack ist nussig.
Im antiken Griechenland wurden bereits Leinsamen und Leinöl als Heilmittel gegen verschiedenste Krankheiten eingesetzt. Ein Schüler von Aristoteles beschrieb die Geschichte der Pflanze. Dabei erwähnte er schon die positive Wirkung der im Lein enthaltenen Schleimstoffe.

Inhaltsstoffe und deren positive Wirkung

Die Leinsamen haben einen sehr hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und sind somit ein idealer Lieferant von Omega-3-Fettsäuren, die eine entzündungshemmende Wirkung haben. Leinsamen enthalten Ballast- und Schleimstoffe, quellen im Darm und regen somit die Verdauung an. Sie sind ballaststoffreich und ein guter Vitamin E Lieferant und enthalten zusätzlich noch Lignane, die zu den Phytohormonen zählen. Im Körper dienen sie als Botenstoff und haben eine ähnliche Wirkung wie menschliche Hormone. Der Einsatz erfolgt unter anderem in den Wechseljahren bei Hormonschwankungen. Die enthaltenen Phytosterine wirken sich günstig auf den Fettstoffwechsel aus und gelten als Prophylaxe vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Samen bestehen etwa zu 45% aus Öl und gesundem Eiweiß. Weitere wertvolle Inhaltstoffe sind Vitamine (B1, B2, B6, C, E), Mineralstoffe (Kalium, Zink, Eisen, Phosphor, Magnesium, Kalzium) und Beta-Carotin. Ein rundum gesundes Kraftpaket.

Leinsamen Nährwerte

100 g geschrotete Samen weisen 379 kcal / 1586 kJ auf und enthalten:

  • Wasser: 6.21 g
  • Eiweiß: 24.84 g
  • Fett: 31.45 g
  • Kohlenhydrate: 0.00 g
  • Ballaststoffe: 33.84 g

Gesund Abnehmen durch Leinsamen

Sie drosseln das Hungergefühl und regen die Verdauung an. Eine gute Grundlage, um unterstützend zu einer Diät, Gewicht zu verlieren. Dabei ist die Kombination von beidem ein sehr wichtiger Aspekt. Eine Einnahme, ohne das Ess- und Bewegungsverhalten zu ändern, bringt für die Reduktion des Gewichts nichts. Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, ausreichende Trinkmengen und täglich Leinsamen schaffen eine gute Basis dauerhaft Gewicht zu verlieren. Zusätzlich sorgen die anderen Inhaltsstoffe im Leinsamen dafür, dass die restliche Nahrung besser verwertet und verdaut werden kann.
Empfehlung: Mit einem Teelöffel voll Samen beginnen, dann kann die Dosis zum Abnehmen binnen einer Woche auf zwei bis drei Esslöffel pro Tag gesteigert werden.

Hilft Lein auch bei Erkrankung der Haut?

Anwendung findet Lein auch bei Hautproblemen wie z.B. Akne, Pickeln und bei zu trockener oder zu fettiger Haut. Ergänzt man den Verzehr des Samens noch durch Breiumschläge oder Masken mit Leinsamen, tritt eine entzündungshemmende Wirkung auf. Das Hautbild verändert sich, die Haut spannt nicht mehr, wird weicher, die Poren verkleinern sich und auch Akne kann abklingen. Leinsamen werden sogar als Anti-Aging-Mittel eingesetzt, da durch die Samen das Wasser besser von der Haut aufgenommen und gespeichert werden kann.

Lein bei Magen-Darm-Erkrankungen

Leinsamen haben durch die Vielzahl an Inhaltsstoffen eine positive Wirkung bei Magen-Darm-Erkrankungen. So unterstützen die Samen die Heilung z.B. bei Reizdarm, Entzündung der Magenschleimhaut, Dickdarmschädigungen oder auch bei Verstopfungen. Im Leinsamen sind rund 5 % Schleimstoffe enthalten. Diese Schleimstoffe können sich schützend auf die Schleimhäute von Magen und Darm legen und bieten somit einen optimalen Schleimhautschutz. Die reizlindernde Leinöl-Wirkung wird auch zu Heilzwecken genutzt, zur Beruhigung irritierte Schleimhäute im Magen-Darm-Trakt.

Leinsamen bei Verstopfung

Die Schleimstoffe in den Leinsamen quellen im Darm durch das Binden von Wasser auf. Das Stuhlvolumen nimmt zu. Der Druck auf die Darmwand steigt. Die Peristaltik (Darmbewegung) wird angeregt und somit kommt es zur Darmentleerung. Das enthaltene Öl macht den Stuhl geschmeidiger und gleitfähiger. Wichtig dabei ist zu beachten, dass der Lein geschrotet werden muss, um das Öl freizusetzen.
Empfehlung: 4 x täglich 1 Esslöffel mit 200 ml Wasser einnehmen. Danach ein weiteres Glas Wasser trinken, damit die Quellfähigkeit und die schleimbildende Wirkung gesteigert werden.
Wenn man Leinsamen noch nicht angewendet hat, geringer Dosieren und allmählich steigern.

Lein stärkt das Immunsystem

Das Immunsystem kann durch die Einnahme gestärkt werden. Sie sind ein wichtiger Lieferant von Omega-3-Fettsäuren. Die Widerstandsfähigkeit des Organismus wird gestärkt und die Krankheitsanfälligkeit sinkt. Noch eine sehr gute Wirkung ist, dass sich Leinsamen positiv auf die Zellenergie auswirken und somit die körperliche Aktivität steigt.

Senkung der Blutfettwerte möglich

Die Lignane im Leinsamen, besitzen schützende Eigenschaften durch ihre pflanzlich chemischen Verbindungen. Lignane sind dem weiblichen Geschlechtshormon sehr ähnlich. Es ist bekannt und durch Studien belegt, dass sie den Cholesterinspiegel senken können. Wenn man unter zu hohen Blutfettwerten leidet, ist es sicherlich ein Versuch wert, den erhöhten Spiegel durch die regelmäßige Einnahme von Leinsamen zu senken. Einfach die Blutfettwerte durch Blutentnahmen bestimmen lassen. Dadurch kann nachvollzogen werden, ob sich die Werte durch die Einnahme von Leinsamen verbessern. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv bei Herz-Kreislauf-Beschwerden aus. Wer Leinsamen regelmäßig zu sich nimmt, verbessert seinen Cholesterinspiegel, verringert die Gefahr von Herz- und Kreislauferkrankungen und hat langfristig bessere Blutzuckerwerte. Wichtig dabei ist eine regelmäßige Einnahme!

Helfen die kleinen Samen auch gegen Wechseljahrsbeschwerden

Ein wichtiger Inhaltsstoff sind die Lignane, wie bereits schon mehrmals erwähnt. Sie helfen den weiblichen Hormonhaushalt auszubalancieren, steigern die Fruchtbarkeit und helfen die Wechseljahrsbeschwerden zu lindern. Symptome, wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, Stimmungsschwankungen und vaginale Trockenheit werden gelindert und das sehr erfolgreich!
Empfehlung: Etwa 40 Gramm Leinsamen pro Tag.

Was ist die beste Dosierung?

3 Esslöffel über den Tag verteilt mit ausreichend Flüssigkeit ist die optimale Dosierung. Wichtig ist dabei, dass genügend Flüssigkeit zugeführt wird. Es spricht auch nichts dagegen die tägliche Menge am Morgen zu nehmen. Ein Esslöffel voll Leinsamen entspricht ca. 10 Gramm.

Gibt es eine optimale Lagerung?

Die Leinsamen sind in einem gut verschlossenen Gefäß aufbewahren. Man kann sie auch kühl lagern, so bleiben die Nähr- und Vitalstoffe länger erhalten. Leinöl sollte kalt gelagert werden und wird schnell ranzig. Zu empfehlen sind deshalb kleine Flaschen, die zügig aufgebraucht werden sollten.

Wo kauft man Leinsamen oder Leinöl?

Beim Kauf sollte man immer darauf achten, ein Produkt aus biologischem Anbau zu wählen. Der Lein gehört zu den Lebensmitteln und Nahrungsergänzungen und unterziet sich strengen Qualitätskontrollen.

Die ideale Zubereitungsmöglichkeiten

Die kleinen Samen lassen sich vielseitig in der Küche verwenden. Der leicht nussige Geschmack passt zu vielen Speisen und als Beimischung in Getränken. Man kann es über Salate streuen, in Joghurt oder Müsli geben oder auch einen erfrischenden Fruchtshake oder Smoothies zubereiten.
Besonders schmackhaft finde wir Leinöl auf einem getoasteten Brot mit Salz und Pfeffer oder auch in einem Quark untergerührt. Ebenfalls abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer und einigen frischen Kräutern. Ach und im selbstgebackenen Brot sollten Leinsamen auch auf keinen Fall fehlen.

Euer Vellvie Team

Quellen / Interessante Artikel

Hinweis: Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder die Aktualität des Inhaltes. Dies ist keine ärztliche Beratung und ersetzt auch keine solche.