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Trennkost als Erfahrungsbericht und Wirkung auf Körper und Geist

Trennkost – Wichtiger Bestandteil meines körperlichen und psychischen Wohlbefindens

Alternative Ernährungskonzepte haben Hochkonjunktur. Trennkost, Low-Carb, Rohkost, Veganismus, Vollwerternährung, Vegetarismus oder ayurvedische Ernährung (um nur mal Einige zu nennen), sind alles alternative Ernährungsformen, die von der üblichen Mischkost abweichen und dennoch als Dauerkost geeignet sind. Die Hintergründe für alternative Ernährungsformen sind vielseitig. So basieren manche auf ethisch-moralischen Motiven, wieder andere werden aufgrund von religiösen Überzeugungen oder gesundheitlichen Gründen durchgeführt. Kurzfristige Diäten, die aufgrund einer Gewichtsreduktion durchgeführt werden, gehören nicht zu den alternativen Ernährungsformen.

Wo kommt das Konzept der Trennkost her?

Zurückzuführen ist die Trennkost auf den amerikanischen Arzt Howard Hay. Die Idee entwickelte er Anfang des 20. Jhd. und entstand aufgrund einer eigenen akuten Nierenentzündung, sowie durch die Beobachtung von Ernährungsweisen von Naturvölkern. Grundsätzlich dürfen bei der Trennkost Eiweiße und Kohlenhydrate nicht gemeinsam verzehrt werden. Folgt man dieser Theorie, so kann der Körper nicht beide Hauptnährstoffe gemeinsam verdauen. Ein gemeinsamer Verzehr führe zu einer gesundheitsschädlichen Übersäuerung im Körper.

Welchen Regeln gibt es bei der Trennkost?

Alle Lebensmittel werden in eiweißhaltige, kohlenhydrathaltige und neutrale Gruppen eingeteilt. Um hier einen schnellen Überblick über die Lebensmittelgruppen zu erhalten eignen sich besonders gut Trennkosttabellen, die im Internet zum Download bereit stehen oder in zahlreichen Trennkost-Büchern und Ratgebern nachgelesen werden können. Lebensmittel aus der Kohlenhydratgruppe sollen nicht mit Lebensmitteln aus der Eiweißgruppe kombiniert werden. Neutrale Lebensmittel dürfen zu allem gegessen werden. Es sollten vorwiegend naturbelassene Nahrungsmittel zur Anwendung kommen.

Trennkost – Ein Erfahrungsbericht

Ich bin Tina (52) und praktiziere die Trennkost schon seit vielen Jahren. Meine Erfahrungen möchte ich gern mit euch teilen:

Seitdem ich mich erinnern kann, reagiere ich sehr empfindlich auf die Kombination verschiedener Speisen. Nach den Mahlzeiten hatte ich häufig ein enormes Völlegefühl und Unwohlsein, wurde müde und meine Leistungsfähigkeit nahm für längere Zeit rapide ab. Leidensdruck sucht nach Alternativen und so fing ich an mich aktiv mit verschiedenen Ernährungsformen auseinanderzusetzen. Wichtig dabei war für mich eine Ernährungsform zu finden, die sich mit wenig Aufwand in meinen Arbeitsalltag integrieren lies. Ich setzt mich ans Internet, recherchierte und besuchte einen interessanten Vortrag über die Trennkost, der mich begeisterte und Lust auf mehr Wissen machte. Ich kaufte mir ein Buch, in dem kurz und knapp, mit hilfreichen Tipps und Rezepten die Trennkost erklärt wurde. Eine sehr gute Unterstützung war dabei auch die Trennkosttabelle, die mir immer wieder schnell die Zuordnung der Lebensmittel in die einzelnen Gruppen (Eiweiß / Kohlenhydrate / Neutrale) ermöglichte. Die praktische Umsetzung im Alltag war dann allerdings doch nicht ganz so einfach, denn wer kennt es nicht: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier! Gewohnheiten zu durchbrechen kostet viel Kraft und ist nur dann dauerhaft von Erfolg, wenn man Veränderung wirklich möchte, sich damit auseinandersetzt und diese auch verinnerlicht.
Mir ist es gelungen viele Bestandteile der Trennkost in meinen Alltag zu integrieren. Es kommt zu einer besseren Verdauung der Nahrung im Magen-Darm-Trakt, in dem die kohlenhydratreichen Lebensmittel von den eiweißreichen getrennt werden. Somit können die jeweiligen Verdauungssäfte (Enzyme) intensiv auf den Nahrungsbrei einwirken. Die Verdauungsorgane werden entlastet. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist die Vollwertigkeit der Nahrungsmittel – möglichst wenig bearbeitete Nahrungsmittel – und die Verwendung von hauptsächlich pflanzlichen Lebensmitteln (Basenbildnern). Somit wird eine Übersäuerung im Körper verhindert.

Welche positiven Wirkungsweisen hat die Trennkost auf meinen Körper?

Wie bei allen Ernährungsformen ist die Wirkungsweise bei jedem Menschen unterschiedlich. Auch hier heißt es wie immer: Einfach selbst Ausprobieren! Aus meiner eigenen Erfahrung lässt sich sagen, dass man sich bei der Trennkost:

  • richtig satt essen kann und nicht hungern muss,
  • es eine Vielzahl an kreativen Gerichten gibt und man beim Kochen auf nichts verzichten muss,
  • ein gutes Körpergefühl / Körperbewusstsein entwickelt,
  • keine Verdauungsprobleme hat,
  • sich intensiv mit Nahrungsmitteln auseinandersetzt,
  • die Geschmackwahrnehmung sensibilisiert,
  • sein Essverhalten reflektiert,
  • agiler und beweglicher wird und
  • (dauerhaft) an Gewicht verliert.

Trennkost – Zubereitung und Rezepte

Die Zubereitung der vielseitigen Rezepte macht mir sehr viel Freude, da vorwiegend naturbelassene Nahrungsmittel zur Anwendung kommen. Die Gerichte sind bissfest, haben eine schöne Farbe und regen die Kreativität an. So lässt sich Salat in jeglicher Kombination, ob mit Fleisch, Käse oder Fisch sehr schmackhaft zubereiten. Die Kombination mit Wildkräutern kann ich besonders empfehlen. Fleisch, Fisch und Käse kaufe ich im Hofladen, da die Qualität der Produkte unschlagbar ist. Auch hier empfehle ich für den Anfang Rezeptbücher oder Rezepte aus dem Internet, um schneller ein Bewusstsein dafür zu erlangen, was in der Trennkost „erlaubt ist und was nicht“. Erlaubt setze ich in diesem Zusammenhang ganz bewusst in Anführungszeichen, denn wie bei jeder Ernährungsform, die man sich selbst „auferlegt“ (und nicht aufgrund von religiösen oder ethischen Gründen ausführt), sollte man sich nichts verbieten. Ernährung soll gesund sein, klar… Aber in aller erster Linie auch Spaß machen. Auch ich lasse Ausnahmen bei der Trennkost ohne schlechtes Gewissen zu und werfe ab und an (meistens in Restaurants) meine Trennkost-Prinzipien auch mal für einen Abend über Board. Nur so gelingt es mir diese Ernährungsform dauerhaft und ohne auferlegten Zwang zu praktizieren.

Trennkost – Meine persönlich Empfehlung

Ich kann nur jedem Menschen, der empfindlich auf die Kombination verschiedener Speisen reagiert, unter Völlegefühl oder Unwohlsein leidet oder häufig nach Mahlzeiten in ein Leistungstief fällt, empfehlen sich einmal in Ruhe mit dem Konzept der Trennkost auseinanderzusetzen. Ob es eine dauerhafte Ernährungsform ist, muss Jeder für sich alleine rausfinden. Ich sage aber: Ausprobieren solltet ihr es auf jeden Fall. Mehr über die Trennkost könnt ihr auf etlichen Seiten im Internet erfahren oder in zahlreichen Büchern. Nehmt nicht direkt das dickste Exemplar, sondern haltet gerade zu Beginn eure Informationsflut unter Kontrolle. Nehmt euch Zeit und startet mit Ruhe.

Tina vom Vellvie Team

Quellen / Interessante Artikel

Hinweis: Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder die Aktualität des Inhaltes. Dies ist keine ärztliche Beratung und ersetzt auch keine solche.